Stefan Ochs Wettermail - Fr 10.05. 13:40

Wetter - erneute Frostgefahr

Hallo!

Morgen am Samstag überquert uns von Westen her ein Tief. Es gibt schauerartige und teilweise gewittrige Regenfälle. Zwischendurch scheint auch mal die Sonne. Ab dem Vormittag weht ein im Mittel mäßiger und in Böen stürmischer (Beaufort 8) Südwestwind. Maximal werden 17 Grad erreicht.

Am Sonntag erreicht uns ein Vorstoß polarer Kaltluft. Die vom Nordmeer stammende Luft fließt bei uns mit starken nördlichen Windböen ein. Dabei ist es anfangs noch bewölkt und manche Wettermodelle zeigen auch etwas Regen. Spätestens am Nachmittag heitert es dann aber allgemein auf. Maximal werden 13 Grad erreicht.

Am Montag ist es heiter bis wolkig bei einer geringen Schauerneigung. Mit in Böen frischen Nordwinden kommt weiterer Kaltluft-Nachschub. Daher werden erneut nur maximal 13 Grad erreicht.

Am Dienstag dreht der Wind auf Nordost. Weiterhin gibt es frische Böen und mit diesen gelangt sogar noch etwas kühlere Luft zu uns. Daher gehen die Höchsttemperaturen auf 12 Grad zurück. Dabei ist es wechselnd bewölkt mit einzelnen Regenschauern.

Für den morgigen Samstag werden Niederschlagsmengen von 10 Litern pro Quadratmeter erwartet. Insgesamt kommen wir damit auf 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb von drei Wochen. Bei gleichzeitig niedrigen Temperaturen und damit niedrigen Verdunstungsraten hat sich damit das Problem mit der Trockenheit deutlich entspannt. Bei den Grundwasserständen macht sich der Regen zwar kaum bemerkbar, aber hier ist auch eine Stagnation schon ein Gewinn, denn im Frühling und Sommer fallen die Grundwasserstände normalerweise.

Wir haben aktuell also kein Problem mit der Trockenheit mehr. Aber dafür macht nun die Kälte den Pflanzen zu schaffen. In den Nächten zum Montag und zum Dienstag muss mit Bodenfrost (5 cm Höhe) bis -3 Grad und Luftfrost (2 m Höhe) bis -1 Grad gerechnet werden.

Erstaunliches offenbart der Blick auf die Anomalien der Meerestemperaturen. Quer über den Nordatlantik und fast im gesamten Mittelmeer herrschen negative Temperaturanomalien. Und nicht nur über dem Meer, auch über Land herrscht ein ungewohntes Bild. Über Nordamerika und Europa gibt es deutliche negative Temperaturabweichungen. Und die sonst häufig so kräftigen positiven Abweichungen treten nur blass in Erscheinung. Also mein Spruch, dass es bei einer Abkühlung zum Ausgleich woanders wärmer werden muss, gilt diesmal nur bedingt. Es ist nicht nur bei uns, sondern tatsächlich allgemein kälter geworden.

Meine Vermutung: Ende April sind zwei extreme arktische Kaltluftgebiete zerfallen und die Kälte hat sich über die Nordhalbkugel verteilt. Die Warmluft, die es im Gegenzug in die Arktis geschafft hat, hat sich bodennah über den Schnee- und Eisflächen abgekühlt. Letztlich ist unsere verschollene Wärme also in das Schmelzen des arktischen Eises gewandert.


https://www.esrl.noaa.gov/psd/map/clim/glbcir.quick.shtml

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