Beschreibung der Delphi Wetterprognose

Hinweis zum Ausdrucken

Die Balken für die relative Luftfeuchtigkeit und die Bewölkung werden durch verschiedene Hintergrundfarben dargestellt. Stellen Sie deshalb zum Ausdrucken der Delphi-Prognosen ihren Web-Browser am besten so ein, dass auch die Hintergrundfarben mit ausgedruckt werden. Ansonsten werden die Angaben zu Luftfeuchtigkeit und Bewölkung nicht mit ausgedruckt.

Beschreibung der einzelnen Elemente

Zeit

Das ist die lokale Uhrzeit (MEZ bzw. MESZ), zu der die nachfolgenden Werte erwartet werden. Beim Niederschlag handelt es sich um die Summe der Niederschläge der vergangenen drei Stunden.

Temperatur

Das ist die zu erwartende Temperatur in 2 m über dem Erdboden, die in dem betreffenden Gebiet in breiteren Flusstälern zu erwarten ist.

In engen Tälern und in höher gelegenen Gebieten wird es tagsüber meistens etwas kühler sein. Nachts treten bei wenig Wind und klarem Himmel die tiefsten Temperaturen in unbebauten Tallagen auf.

Die Temperatur hängt stark von den Bewölkungsverhältnissen ab. So können sich Fehler bei der Prognose des Bedeckungsgrades relativ drastisch in einer falschen Temperaturprognose niederschlagen. Klart es in einer Winternacht z.B. unerwartet auf, dann kann die Temperatur deutlich tiefer fallen als dies bei bedecktem Himmel der Fall gewesen wäre.

Schwierig kann auch die Prognose der Wärmekapazität des Bodens sein: D.h. eine Erwärmung oder Abkühlung findet nicht so schnell statt wie prognostiziert, weil der Boden noch viel Wärme aufnimmt bzw. abgibt.

Die Temperaturprognose ist erfahrungsgemäß auch an Tagen mit viel Wind genauer als an windschwachen Tagen, da der Wind lokale Temperaturunterschiede ausgleicht.

Etwa 70% der Prognosen werden eine Abweichung von maximal +/- 3° vom realen Wert haben. Mit gelegentlichen deutlich größeren Abweichungen muss aber gerechnet werden!

Relative Luftfeuchtigkeit und Taupunkttemperatur

Die relative Luftfeuchtigkeit ist eine physikalische Größe, die stark von Ort zu Ort schwanken kann. Die relative Luftfeuchtigkeit hängt von der Temperatur ab. Je höher die Temperatur, desto geringer ist die relative Luftfeuchtigkeit bei gleichem Gesamtwasserdampfgehalt in der Luft. Auch ist die Luftfeuchtigkeit in ländlichen Gebieten (Wald) oder dort wo zufällig ein Regenschauer niedergegangen ist höher. Steigt der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit an die 100%, dann bildet sich Nebel.

Dargestellt wird die relative Luftfeuchtigkeit als blauer Balken auf weißem Grund. Wenn alles blau ist und nichts mehr weiß, dann sind 100% Luftfeuchtigkeit erreicht.

Ebenfalls eine Messgröße für die Luftfeuchtigkeit ist die Taupunkttemperatur. Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur, auf die man die Luft abkühlen muss, um 100% Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Anders als die relative Luftfeuchtigkeit ändert sich die Taupunkttemperatur nicht, wenn sich die Luft abkühlt oder erwärmt. Der Taupunkt ändert sich nur, wenn die Luft Feuchtigkeit verliert oder aufnimmt bzw. eine andere Luftmasse mit anderem Feuchtegehalt herangeweht wird. Von großer praktischer Bedeutung ist die Taupunkttemperatur bei der Vorhersage der nächtlichen Tiefsttemperaturen. Ist die Luft nämlich bis auf die Taupunkttemperatur abgekühlt, bildet sich Nebel, wodurch wieder Wärmeenergie frei wird. Deshalb kühlt sich die Luft nachts nur langsam weiter ab, sobald der Taupunkt erreicht ist.

Kurz gesagt: Die relative Luftfeuchtigkeit ist ein Maß dafür, wie nahe man der Sättigung der Luft gekommen ist, die Taupunkttemperatur ist ein Maß dafür, wieviel Feuchtigkeit die Luft enthält.

Niederschlag

Dargestellt wird die Niederschlagssumme der vergangenen drei Stunden bis zum Termin. Vor allem im Sommer, wenn Niederschläge meistens in Form von Schauern und Gewittern niedergehen, kann es bereits zwischen Orten, die nur ein paar Kilometer auseinanderliegen, enorme Unterschiede in der Niederschlagsmenge geben. Solche Unterschiede sind nicht vorauszuberechnen. Die dargestellten Werte sind deshalb als Mittelwerte über ein größeres Gebiet (z.B. Bamberger Raum) zu sehen.

Bei Werten unter 1 mm kann man von nur leichtem Regen oder vereinzelten Schauern (die örtlich aber wieder kräftig sein können) ausgehen. Werte über 4 mm deuten auf starken Regen hin. Falls der Regen zumindest teilweise in Form von Schauern fallen soll, wird dies ebenfalls in dieser Spalte vermerkt. Ebenso gibt es einen Hinweis, falls Gewitter möglich sind.

Vor allem im Sommer kann es sein, dass sich überraschend Schauer und Gewitter bilden, obwohl gar kein Niederschlag vorhergesagt ist. Deshalb gibt es auch einen Eintrag für potentiell mögliche Schauer oder Gewitter. Diese werden dann mit '?' gekennzeichnet. Z.B. bedeutet 'Gewitter?', dass zwar kein Niederschlag erwartet wird, potentiell die Atmosphäre aber so instabil und feucht ist, dass sich Gewitter bilden könnten.

Wolken

Angezeigt wird der Bedeckungsgrad mit hohen / mittelhohen / tiefen Wolken. 100% bedeutet, dass der Himmel mit der betreffenden Wolkensorte total bedeckt ist, bei 0% sind keine Wolken vorhanden. Hohe Wolken sind Schleierwolken, auch Cirruswolken genannt. Mittelhohe Wolken sind Schicht- oder Schichtquellwolken in mittlerer Höhe. Tiefe Wolken sind einerseits Quellwolken, die bevorzugt tagsüber durch die Sonneneinstrahlung, aber auch nachts durch die Abkühlung höherer Luftschichten entstehen. Mit grauem unangenehmem Wetter kann man eine andere Art tiefer Wolken assoziieren: Schichtwolken.

Dargestellt werden die Bedeckungsgrade in den verschiedenen Höhen als graue Balken. Hohe Wolken werden hellgrau, mittelhohe als grau und tiefe als dunkelgrau dargestellt. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die tiefen Wolken den Himmel in der Regel stärker verfinstern als hohe. Durch eine geschlossene hohe Wolkendecke (Schleierwolken) wird man die Sonne noch schemenhaft durchsehen, wohingegen eine tiefe Wolkendecke viel dichter abschließt.

Wind

Vorhergesagt wird die Windstärke und die Windgeschwindigkeit in 10 m über dem Erdboden. Dieser Wert gilt nur für ein flaches nicht windgeschütztes Gebiet. Je nachdem wie geschützt der Ort ist, an dem man sich befindet, wird der Wind dort mit geringerer Geschwindigkeit wehen.
Achtung: Vor allem bei Gewittern sind örtlich begrenzte heftige Windböen möglich, die sich in der mittleren Windgeschwindigkeit nicht unbedingt widerspiegeln müssen!

Angegeben wird die Windrichtung und die Windstärke nach der Beaufort-Skala.

Etwa ab Windstärke 5 wird man sagen "es ist windig".

Windstärke Knoten Beschreibung
0 <1 windstill
1 1 - 3 schwach
2 4 - 6 schwach
3 7 - 10 schwach
4 11 - 16 mäßig
5 17 - 21 frisch
6 22 - 27 stark
7 28 - 33 stark / steif
8 34 - 40 stürmisch
9 41 - 47 Sturm
10 48 - 55 schwerer Sturm
11 56 - 63 orkanartig
12 >63 Orkan

Neben der Windstärke nach Beaufort wird noch dahinter in Klammern die Windgeschwindigkeit in Knoten angegeben (1 Knoten = 1.852 km/h). Knoten sind deshalb interessant, weil die Federstriche an den Windfähnchen in den Wetterkarten die Windgeschwindigkeit in Knoten angeben: Ein kurzer Federstrich sind 5 Knoten, ein langer 10 Knoten, ein Dreieck 50 Knoten.

Verwechslungsgefahr besteht übrigens zwischen der Seemeile (1 Knoten = 1 Seemeile/h) und der in USA üblichen Landmeile (1,6093 km).