In engen Tälern und in höher gelegenen Gebieten wird es tagsüber meistens etwas kühler sein. Nachts treten bei wenig Wind und klarem Himmel die tiefsten Temperaturen in unbebauten Tallagen auf.
Die Temperatur hängt stark von den Bewölkungsverhältnissen ab. So können sich Fehler bei der Prognose des Bedeckungsgrades relativ drastisch in einer falschen Temperaturprognose niederschlagen. Klart es in einer Winternacht z.B. unerwartet auf, dann kann die Temperatur deutlich tiefer fallen als dies bei bedecktem Himmel der Fall gewesen wäre.
Schwierig kann auch die Prognose der Wärmekapazität des Bodens sein: D.h. eine Erwärmung oder Abkühlung findet nicht so schnell statt wie prognostiziert, weil der Boden noch viel Wärme aufnimmt bzw. abgibt.
Die Temperaturprognose ist erfahrungsgemäß auch an Tagen mit viel Wind genauer als an windschwachen Tagen, da der Wind lokale Temperaturunterschiede ausgleicht.
Etwa 70% der Prognosen werden eine Abweichung von maximal +/- 3° vom realen Wert haben. Mit gelegentlichen deutlich größeren Abweichungen muss aber gerechnet werden!
Dargestellt wird die relative Luftfeuchtigkeit als blauer Balken auf weißem Grund. Wenn alles blau ist und nichts mehr weiß, dann sind 100% Luftfeuchtigkeit erreicht.
Ebenfalls eine Messgröße für die Luftfeuchtigkeit ist die Taupunkttemperatur. Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur, auf die man die Luft abkühlen muss, um 100% Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Anders als die relative Luftfeuchtigkeit ändert sich die Taupunkttemperatur nicht, wenn sich die Luft abkühlt oder erwärmt. Der Taupunkt ändert sich nur, wenn die Luft Feuchtigkeit verliert oder aufnimmt bzw. eine andere Luftmasse mit anderem Feuchtegehalt herangeweht wird. Von großer praktischer Bedeutung ist die Taupunkttemperatur bei der Vorhersage der nächtlichen Tiefsttemperaturen. Ist die Luft nämlich bis auf die Taupunkttemperatur abgekühlt, bildet sich Nebel, wodurch wieder Wärmeenergie frei wird. Deshalb kühlt sich die Luft nachts nur langsam weiter ab, sobald der Taupunkt erreicht ist.
Kurz gesagt: Die relative Luftfeuchtigkeit ist ein Maß dafür, wie nahe man der Sättigung der Luft gekommen ist, die Taupunkttemperatur ist ein Maß dafür, wieviel Feuchtigkeit die Luft enthält.
Bei Werten unter 1 mm kann man von nur leichtem Regen oder vereinzelten Schauern (die örtlich aber wieder kräftig sein können) ausgehen. Werte über 4 mm deuten auf starken Regen hin. Falls der Regen zumindest teilweise in Form von Schauern fallen soll, wird dies ebenfalls in dieser Spalte vermerkt. Ebenso gibt es einen Hinweis, falls Gewitter möglich sind.
Vor allem im Sommer kann es sein, dass sich überraschend Schauer und Gewitter bilden, obwohl gar kein Niederschlag vorhergesagt ist. Deshalb gibt es auch einen Eintrag für potentiell mögliche Schauer oder Gewitter. Diese werden dann mit '?' gekennzeichnet. Z.B. bedeutet 'Gewitter?', dass zwar kein Niederschlag erwartet wird, potentiell die Atmosphäre aber so instabil und feucht ist, dass sich Gewitter bilden könnten.
Dargestellt werden die Bedeckungsgrade in den verschiedenen Höhen als graue Balken. Hohe Wolken werden hellgrau, mittelhohe als grau und tiefe als dunkelgrau dargestellt. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die tiefen Wolken den Himmel in der Regel stärker verfinstern als hohe. Durch eine geschlossene hohe Wolkendecke (Schleierwolken) wird man die Sonne noch schemenhaft durchsehen, wohingegen eine tiefe Wolkendecke viel dichter abschließt.
Angegeben wird die Windrichtung und die Windstärke nach der Beaufort-Skala.
Etwa ab Windstärke 5 wird man sagen "es ist windig".
| Windstärke | Knoten | Beschreibung |
|---|---|---|
| 0 | <1 | windstill |
| 1 | 1 - 3 | schwach |
| 2 | 4 - 6 | schwach |
| 3 | 7 - 10 | schwach |
| 4 | 11 - 16 | mäßig |
| 5 | 17 - 21 | frisch |
| 6 | 22 - 27 | stark |
| 7 | 28 - 33 | stark / steif |
| 8 | 34 - 40 | stürmisch |
| 9 | 41 - 47 | Sturm |
| 10 | 48 - 55 | schwerer Sturm |
| 11 | 56 - 63 | orkanartig |
| 12 | >63 | Orkan |
Neben der Windstärke nach Beaufort wird noch dahinter in Klammern die Windgeschwindigkeit in Knoten angegeben (1 Knoten = 1.852 km/h). Knoten sind deshalb interessant, weil die Federstriche an den Windfähnchen in den Wetterkarten die Windgeschwindigkeit in Knoten angeben: Ein kurzer Federstrich sind 5 Knoten, ein langer 10 Knoten, ein Dreieck 50 Knoten.
Verwechslungsgefahr besteht übrigens zwischen der Seemeile (1 Knoten = 1 Seemeile/h) und der in USA üblichen Landmeile (1,6093 km).