Stefan Ochs Wettermail - Do 11.02. 21:55

Wetter - ab Montag Milderung mit Glatteisgefahr

Hallo!

Bis einschließlich Sonntag ist es tagsüber meist heiter und nur gelegentlich wolkig. Nachts ist es überwiegend klar. Schnee fällt nicht mehr. Die Höchsttemperaturen klettern von -3 Grad am Freitag auf 0 Grad am Sonntag. Die nächtlichen Tiefsttemperaturen liegen meist bei -15 Grad. In schneebedeckten Tälern können unter klarem Himmel auch -20 bis -27 Grad erreicht werden. Der im Mittel schwache, tagsüber in Böen aber auch gelegentlich frische Wind weht aus Ost (leichte Schneeverwehungen).

Am Montag nimmt tagsüber die Bewölkung bei -1 bis +1 Grad zu. Für die Nacht zum Dienstag wird ein schwaches Niederschlagsgebiet erwartet. Dieses ist mit einer deutlichen Milderung in höheren Luftschichten verbunden. Bodennah hält sich aber noch Kaltluft. Daher kann bei Temperaturen zwischen -3 und +1 Grad Schnee fallen oder Regen mit Glatteisgefahr.

Es ist noch unklar, wie sehr sich die mildere Luft anschließend bemerkbar machen wird. Während beim ICON-Wettermodell am Dienstag tagsüber schon +7 Grad erreicht werden, kommen wir beim GFS nicht über +2 Grad hinaus.

Die Luft kühlt ja bekanntlich über einer Schneedecke unter klarem Himmel besonders stark ab. Viel stärker als über dem nackten Erdboden. Auf der anderen Seite haben wir zurzeit unter der Schneedecke überall positive Bodentemperaturen (+0,4 Grad in 5 cm und +0,7 Grad in 10 cm Tiefe). Schnee leitet wegen der eingeschlossenen Luft nämlich die Wärme nur sehr schlecht. Für den Boden ist der Schnee eine wärmende Decke. Die Oberseite der Schneedecke kühlt wegen der mangelnden Wärmezufuhr aus dem Boden nachts extrem stark ab, was sich dann auf die darüberliegende Luft überträgt.

So verläuft auch die Milderung nach einer Frostperiode mit und ohne Schnee unterschiedlich. Mit Schnee geht die Erwärmung am Anfang nur schleppend voran. Wenn aber erst einmal die Schneedecke getaut ist, macht sich der warme Boden bemerkbar und die Temperaturen steigen schnell und nachhaltig an. Ist der Frost dagegen mangels Schnee weit in den Boden eingedrungen, dann geht die Erwärmung zunächst schneller, weil die oberste Bodenschicht rasch erwärmt wird. Die Kälte in der Tiefe macht sich dann aber oft noch wochenlang bemerkbar, weil die Bodenoberfläche beständig Wärme an tiefere Bodenschichten verliert.

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