Stefan Ochs Wettermail - Fr 26.03. 12:13

Wetter - Sturmböen am Samstag, warm am Dienstag, kalt an Ostern

Hallo!

Am Samstagmorgen überquert uns eine Kaltfront mit ihrem Regenband. Nachfolgend ist es tagsüber wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Maximal werden 9 Grad erreicht. Zwischen 10 und 17 Uhr ist der Südwest- bis Westwind frisch bis stark mit einzelnen Sturmböen Beaufort 9. Das deutsche Wettermodell ICON-D2 legt noch eins drauf mit einzelnen Gewittern und schweren Sturmböen Beaufort 10. Auch das Kachelmann Super-HD weiß zu überraschen: Einzelne starke Schneeschauer und in der nördlichen Fränkischen Schweiz eine 2 cm hohe Schneedecke.

Am Sonntag und Montag ist es wolkig bis heiter und am Dienstag praktisch wolkenlos. Es bleibt trocken. Die Tageshöchsttemperaturen betragen 13, 18 und 21 Grad. Der anfangs in Böen noch mäßige Südwestwind flaut am Dienstag ganz ab.

Die Wettermodelle erwarten für den Mittwoch ähnlich schönes Wetter wie für den Dienstag. Allerdings berücksichtigen diese nicht den hereinwandernden Saharastaub, der zur Bildung dichter Schleierwolken führen kann.

Wahrscheinlich überquert uns am Gründonnerstag von Norden her eine Kaltfront. Nachfolgend strömt von Karfreitag bis Ostermontag polare Kaltluft über das Nordmeer und die Nordsee zu uns. Es ist wechselnd bewölkt und vielleicht gibt es auch einzelne Schnee-, Regen- oder Graupelschauer. Am Tag je nach Sonnenscheindauer 6 bis 11 Grad.

Gestern sah es ja noch so aus, als wäre der Oster-Kaltluftvorstoß eher nach Spanien gerichtet. Heute zeigen aber 80 % der Prognoseläufe, dass die Kaltluft genau zu uns geführt wird. Zumindest bleiben aber noch 20 % Hoffnung auf wärmeres Osterwetter.

Für die Nacht zum Sonntag wird Frost bis -2 Grad erwartet. Weitere Nachtfröste soll es dann in den ersten Apriltagen geben.

Wetterochs

P.S.: Am 23. März hat sich in einem Sandsturm das Containerschiff "Ever Given" im Suezkanal quergestellt. Auf der folgenden Wetterkarte erkennt man an dem Tag auch tatsächlich im östlichen Mittelmeer ein ungewöhnlich kräftiges Sturmtief, an dessen Kaltfront im nördlichen Ägypten Sandsturm-Symbole eingezeichnet sind. Bei Tiefs so weit im Süden muss man auch immer bedenken, dass die Isobaren dort wegen der geringeren Corioliskraft bei gleicher Windgeschwindigkeit deutlich weiter voneinander entfernt sind. Daher unterschätzt man leicht die Intensität von Tiefs im Süden. Umgekehrt sehen Tiefs im hohen Norden bedrohlicher aus, als sie sind, denn dort müssen die Isobaren für die gleiche Windgeschwindigkeit viel näher beieinander liegen. Aber hier nun die Wetterkarte:


https://server.wettermail.de/opendata-dwd/data/analysis/europaplus/standard/ana-2103231200.png

 



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