Wetterochs Wettermail - Sa 11.04. 22:34

Wetter - bis Dienstag Luftmassengrenze mit vielen Wolken und einzelnen Regenfällen

Hallo!

Am Sonntag liegt bei uns eine Luftmassengrenze. Bis in 2000 m Höhe fließt mit schwachen nördlichen bis nordöstlichen Winden kühle Luft zu uns. In 2000 bis 2500 m Höhe gleitet von Südwesten her mildere Luft auf diese kühle Luft auf. Dadurch bildet sich eine geschlossene Wolkendecke, aus der immer wieder mal Regen fällt. Groß ist die Dynamik nicht, die Regenfälle sind also nicht besonders ergiebig (5 mm). Die Temperaturen schwanken um 10 Grad.

Am Montag wandert die Luftmassengrenze etwas nach Westen, d.h. wir kommen mehr in die Warmluft. Die Wolkendecke bleibt weiterhin meist geschlossen. Hier und da fällt mal leichter Regen. Die Temperaturen steigen auf 14 Grad. Der Wind ist sehr schwach.

Am Dienstag kommt die Gegenbewegung, die Front bewegt sich wieder nach Osten. Mit in Böen frischen Nordwestwinden hält die kühlere Luft wieder Einzug, d.h. die Temperaturen sinken auf 10 Grad. Es kann stärker regnen mit Mengen bis 10 mm. Wann genau uns das Regenband überqueren wird, ist aber noch unklar (je nach Wettermodell 1. oder 2. Tageshälfte).

Von Mittwoch bis Freitag herrschen nur geringe Luftdruckgegensätze und es überwiegt wahrscheinlich leichter Hochdruckeinfluss (vertikale Luftbewegungen in der Atmosphäre eher absinkend). Das deutet auf wechselnd wolkiges Wetter mit Zwischenaufheiterungen hin. Einzelne Regenschauer und Gewitter bilden sich bevorzugt nachmittags. Die Tageshöchsttemperaturen liegen knapp unter 20 Grad. In Schauernähe frischt der Wind auf, ansonsten ist er sehr schwach.

Die nächtlichen Tiefsttemperaturen liegen bei ca. 7 Grad. Frost ist im Vorhersagezeitraum nicht zu erwarten.

Ein kurzer Blick zurück: Am Samstagnachmittag war es wolkenlos, d.h. die Wettermodelle behielten Recht. Nach den Lidar-Messungen kam der Saharastaub in Höhen von 3000 bis 4000 m zu uns, also viel zu niedrig für die Bildung der Saharastaub-Schleierwolken. OK, da hatte ich vorher nur die Karten der Universität Athen angesehen, die die Menge des gesamten Staubs liefern, aber nicht dessen vertikale Verteilung. Daher die Fehleinschätzung. Hier gibt es mit dem deutschen ICON-ART Modell inzwischen tatsächlich bessere Möglichkeiten, das abzuschätzen. Noch einfacher wäre es natürlich, wenn die Ergebnisse gleich in die normalen Wettermodelle einfließen würden, dann bräuchte ich mir da den Kopf nicht mehr selbst zu zerbrechen. Aber dafür ist die Zeit noch nicht reif. Den spärlichen Informationen zu dem Thema entnehme ich, dass derzeit die Berücksichtigung der Staub-Prognosen unter dem Strich die Ergebnisse der normalen Wettermodelle verschlechtern und nicht verbessern würde.

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