Ein Hoch bestimmt am Mittwoch unser Wetter. Nach der raschen Auflösung von Frühnebelfeldern ist es sonnig und trocken. Maximal wird es aber nur 18-19 Grad warm. Der sehr schwache Wind weht aus wechselnden Richtungen.
Die Kaltfront eines kleinen Tiefs über dem Skagerrak bringt uns am Donnerstagmorgen dichte Wolkenfelder und vor allem in Oberfranken auch etwas Regen (Mengen bis 1 mm). Tagsüber zieht das Tief dann am Donnerstag unter Abschwächung nach Polen, während von Belgien her ein starkes Hoch nachrückt. Zwischen beiden verschärfen sich bei uns vorübergehend die Luftdruckgegensätze und es treten starke Windböen aus Nordwest auf. Dazu ist es wechselnd bewölkt mit Zwischenaufheiterungen, die in Mittelfranken öfter auftreten als in Oberfranken. Regen fällt nicht mehr. Die Tageshöchsttemperatur beträgt 18 Grad.
Am Freitag setzt sich dann das Hoch durch, wobei aber noch die eingeflossene relativ kühle Luftmasse wetterbestimmend ist. Es ist heiter bis wolkig und niederschlagsfrei mit Höchsttemperaturen von 17-18 Grad. Es wehen nur sehr schwache Winde.
Von Samstag bis nächsten Dienstag herrscht dann sonniges und trockenes Wetter, wobei Luftmassen aus der Sahara wetterbestimmend sind. Trotz der außergewöhnlichen Wärme in höheren Luftschichten sind die Wettermodelle mit 22 Grad am Samstag und 24-26 Grad ab Sonntag bei unseren Tageshöchsttemperaturen nicht so besonders euphorisch. Der Südostwind lebt tagsüber in Böen mäßig auf.
Zugleich werden in der Nordwesthälfte Deutschlands 30 Grad erwartet. Man sieht auf den Temperatur-Prognosekarten, wie sich die Alpen bei uns bemerkbar machen und die von Süden heranströmende Warmluft in tieferen Schichten aufhalten, was die nun tiefer stehende Sonne nicht mehr kompensieren kann. Beim Vergleich mit einer ähnlichen Wetterlage Ende September 1961 hätte ich eigentlich bei uns Höchsttemperaturen von 28 Grad erwartet (und nicht nur 24-26 Grad). Allerdings war damals die Vorgeschichte deutlich wärmer. Diesmal kommen wir mit kälteren Böden in diese Wetterlage und die Modellberechnungen berücksichtigen das natürlich. D.h. mein reiner Vergleich der Wetterlagen führt wohl zu einer Übeschätzung der Temperaturen.
Anfangs treten in ungünstigen Lagen geringe Nachtfröste auf. Ab Sonntag kühlt es nachts nicht mehr ganz so stark ab, aber in Tälern können die Temperaturen doch immer noch unter 5 Grad sinken.
Wetterochs
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