Ein Hoch mit Zentrum über Schottland weitet sich in Richtung Polen aus. Dadurch weht von Dienstag bis Donnerstag ein in Böen mäßiger bis frischer und in höheren Lagen auch starker Ostwind. Dazu ist es wechselnd bewölkt mit zunehmenden Zwischenaufheiterungen. Niederschläge fallen nicht. Maximal wird es tagsüber 8 bis 9 Grad warm. Die Bildung einer bodennahen Kaltluftschicht wird durch den Wind erschwert, so dass es nachts zwar bis nahe 0 Grad abkühlt, aber wahrscheinlich auch in ungünstigen Lagen nicht darunter.
Am Freitag und Samstag löst sich das Hoch langsam auf. Dadurch flaut der Wind komplett ab. Am Freitag ist es teils trüb durch Nebel oder Hochnebel, teils sonnig. Für den Samstag wird dann eine düstere tiefe Wolkendecke erwartet, die durch Hebungsvorgänge an vertikaler Mächtigkeit gewinnt und aus der auch etwas Regen fallen kann. In der überwiegend klaren Nacht zum Freitag tritt verbreitet leichter Frost auf, anschließend liegen die Temperaturen recht gleichmäßig bei 5 Grad.
Am Sonntag fällt der Luftdruck weiter, die Hebungsvorgänge halten an und wir werden wohl einen komplett trüben Tag mit zeitweiligem Regen oder Nieselregen erleben. Die Temperaturen steigen auf 7 Grad. Der schwache Wind weht aus Süd.
Anschließend haben wir zu Beginn der nächsten Woche eine Zweiteilung der Westströmung über dem Nordatlantik. Das eine Tief zieht weit im Norden zwischen Island und Grönland nach Osten und das andere von den Azoren kommend zur Biskaya. Bei uns ist es bei solchen Wetterlagen erfahrungsgemäß wechselnd bis stark bewölkt und gelegentlich regnet es ein wenig bei Temperaturen um 10 Grad. Sehr viel Regen gibt es dagegen auf den Kanarischen Inseln, auf Madeira, in Spanien und Marokko, sowie in Südfrankreich und Italien. Die klassischen Gebiete also, wo man sich nach der Trockenheit des Sommers über das Nass freut. Wobei wir da in diesem Jahr in Bayern eigentlich auch noch einen ziemlichen Nachholbedarf haben. So sind z.B. in der Münchner Schotterebene die Grundwasserpegel so niedrig wie noch nie. Und der Brombachsees wurde zur Unterstützung des Abflusses der Regnitz zum ersten Mal bis an den niedrigsten regulär möglichen Stand abgesenkt. Wir brauchen also auch Regen. Tatsächlich zeigen die Seasonal Forecasts des ECMWF für alle Monate von November bis Februar eine Tendenz von 40-50 Prozent zu überdurchschnittlichen Niederschlägen. Man sieht auch, dass im Pazifik in den Gebieten mit ungewöhnlich warmem Wasser zu 70-100 Prozent überdurchschnittliche Niederschläge erwartet werden, d.h. das El Niño Phänomen ist berücksichtigt und es soll sich zu unseren Gunsten auswirken (falls es sich überhaupt auswirkt und ich bin ja sowieso skeptisch, ob diese saisonalen Vorhersagen wirkliche eine Aussagekraft haben).
Wetterochs
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